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Unter Berlin schlummert seit Urzeiten ein Vulkan

Vor 290 Millionen Jahren thronte an der Stelle Berlins ein riesiger Vulkan. Seine Lavaströme flossen hinab ins heutige Potsdam. Der Koloss ist mittlerweile erloschen und tief unter der Bundeshauptstadt versunken.

Heute liegt der Vulkan in fast 4000 Meter Tiefe unter der Bundeshauptstadt verborgen, ohne dass jemand etwas von ihm ahnt. Doch Geologen hatten schon immer angenommen, dass es im Permzeitalter in Brandenburg Vulkane gab. Damals querte ganz Mitteleuropa ein riesiges Faltengebirge, aufgeschoben von den Erdplatten des einstigen Superkontinents Pangäa. Das Gebirge, an dessen nördlichem Rand sich das heutige Brandenburg befand, nennen die Forscher Variszisches Gebirge. Die hohe Krustenmobilität in dem Gebiet verursachte dann den späteren Vulkanismus.

Gewissheit bekamen die Forscher durch zahlreiche Tiefbohrungen noch zu DDR-Zeiten. Gesucht wurden damals eigentlich Rohstoffe wie Erdöl und -gas. Gefunden wurden dann aber unter anderem auch die Überbleibsel des ehemaligen Berliner Vulkans. Damals wurde seine heutige Mächtigkeit von mehr als 1000 Metern komplett durchbohrt. In der Permzeit ragte der Vulkan aber noch weit höher über die Erde, der Gipfel am nordöstlichen Berliner Stadtrand mag mindestens 2000 Meter hoch gewesen sein, schätzt Geologe Stackebrandt.

Noch während der Rotliegend-Zeit bis vor rund 260 Millionen Jahren wurde der Berliner Vulkankegel wieder von Sand, Ton und Kies zugeschüttet und ist heute ungefährlich.

Quelle: PNN

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